Willkommen beim Aufklärungsprojekt München

Das Aufklärungsprojekt München bietet Bildungsveranstaltungen zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität an.

Mit unserer Arbeit zu Akzeptanz und Toleranz begegnen wir der nach wie vor vorhandenen Ablehnung und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen.

Wir führen Schulbesuche und Fortbildungen für Schulen und pädagogische Fachkräfte im Stadtgebiet München und darüber hinaus durch.

Neue Geschäftsführung im Aufklärungsprojekt München e.V.

Lisa Matalla übernimmt zum November 2020 die Geschäftsführung des Aufklärungsprojekt München e.V. von Franz Krämer. Er hat das Projekt zwei Jahre lang als Geschäftsführer begleitet und unter anderem die Digitalisierung des Projekts und den Ausbau des digitalen Workshopangebots vorangetrieben. Nun freut er sich darauf, das Projekt als Ehrenamtlicher weiter unterstützen zu können und gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen Schul- und Fachkräfteworkshops durchzuführen. Das gesamte Team des Aufklärungsprojekts bedankt sich bei Franz für seine engagierte Arbeit in den letzten zwei Jahren. Lisa Matalla ist studierte Soziologin und Geschlechterforscherin und hat beim queeren Bildungsprojekt SCHLAU Göttingen bereits viel Erfahrung in der ehrenamtlichen Aufklärungsarbeit gesammelt. Der Vereinsvorstand und das ehrenamtliche Team freuen sich deshalb sehr darüber, sie für das Projekt gewonnen zu haben. Für ihre neue Aufgaben wünscht das Aufklärungsprojekt München ihr viel Freude und Erfolg.

CSD 2020

Auch dieses Jahr waren wir wieder beim CSD dabei. An unserem Infostand in der Innenstadt, im Livestream mit unseren Kolleg*innen von diversity und bei einer Online-Informationsrunde für Interessierte haben wir die Münchner*innen und die Community über unsere Arbeit informiert und zusammen diskutiert! Ein großer Dank ans Team, das auch unter diesen besonderen Umständen gute Laune und Engagement gezeigt hat.

Erste Online-Workshops starten

Zum ersten Mal in seiner fast 30-jährigen Geschichte hat das Aufklärungsprojekt München für Schüler_innen und Lehrkräfte zum Thema Online-Workshops zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt durchgeführt. Für den Frühling und Sommer 2020 hatten wir dutzende Präsenz-Workshops geplant und viele Schüler_innen und Fachkräfte hatten unsere Besuche schon gespannt erwartet. Dann kam im März der Corona-Lockdown und alle Workshops mussten ausfallen. Seitdem haben wir uns daran gemacht, digitale Formate zu erarbeiten. Die konnten wir zusammen mit Schüler_innen der Jahrgangsstufe 10 und Lehrkräften der Europäischen Schule München auch direkt erproben. Natürlich ließ sich nicht alles eins zu eins ins Digitale übersetzen, vor allem unsere spielerischen Methoden nicht, bei denen sich die Teilnehmenden im Klassenraum normalerweise frei bewegen dürfen. Haben wir die Wahl, besuchen wir die Klassen und Lehrkräfte immer noch am liebsten vor Ort, denn der persönliche Kontakt ist pädagogisch unersetzlich. Doch digital ist besser als gar nicht, also warum nicht die Herausforderung annehmen und mal was Neues ausprobieren!? Das insgesamt positive Feedback der Teilnehmenden, das auch spannende Verbesserungsvorschläge enthielt, hat uns gezeigt, dass das der richtige Weg war.

Auf die Frage, was wir besser hätten machen können (Originalantworten):

„Ich weiß es auch nicht direkt, aber vlt mehr fragen beispielsweise auch Themen wo es sehr viele verschiedene Meinungen gibt, weil so ist die Wahrscheinlichkeit höher das sich jemand meldet und sich vlt angesprochen fühlt. Also damit meine ich auch Sachen mehr zu hinterfragen und das die Schüler auch mal versuchen sollen was zu beantworten, weil das ermutigt auch andere gleich mit zu fragen/beantworten.“

Auf die Frage, was den Schüler_innen an unserem Workshop gefallen hat (Originalantworten):

„Es war sehr schön dass ihr eure eigenen Erfahrungen geteilt habt.“

„Die Offenheit mit der ihr umgegangen seit“

„Das Spiel, Die Karten, Mindmaps, alles eigentlich :)“

„Mir hat gut gefallen, dass ihr so offen wart und auch mit fragen die eher homophob waren gut umgegangen seid. Dadurch wurde dann auch eine gute Atmosphäre erzeugt und es war klar, dass man alle fragen stellen kann.“

Unterrichtsmaterial: Queere Geschichte

„Queer History“ ist eine Webseite, die kostenlose Bildungsangebote zur queerer Geschichte und Gegenwart bereitstellt, darunter auch Unterrichtsentwürfe (bspw. mit Videos, in denen Zeitzeug*innen zu Wort kommen), die im Geschichtsunterricht genutzt werden können. Die Webseite wird von der gemeinnützigen „Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V.“ betreut, inhaltlich von Prof. Dr. Martin Lücke (FU Berlin, Didaktik der Geschichte) unterstützt und finanziell von der Berliner Senatsverwaltung sowie der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gefördert. Hier geht es zu den Unterrichtsentwürfen.

Podcast „Transformer“

„Christina und Steffi sind beste Freundinnen. Doch Steffi hadert mit sich und ihrem Körper. Als sie ihren Freunden erzählt, dass sie eigentlich ein Mann ist, fragt sich Christina: Warum habe ich das nicht früher gemerkt?“ – Ein mehrteiliger Podcast („Hörspiel“) des BR mit Münchenbezug, in dem der trans* Mann und Musiker Henri über zwei Jahre hinweg auf seinem Weg von seiner besten Freundin und Redakteurin Christina begleitet wird. Hier geht es zur Podcastreihe, deren erste Folge (Dauer ca. 30min) sich für Jugendliche ab 16 Jahren eignet.

Unterrichtsmaterial: Liebe hat viele Gesichter

„Liebe hat viele Gesichter. Welche davon sehen wir täglich in den Medien: im Fernsehen, auf Plakatwänden, in den Schulbüchern? Welche nehmen wir auf der Straße und in der Schule wahr? Welche Formen der Liebe werden im Unterricht thematisiert?“ Eine Unterrichtsreihe von der Bildungsinitiative QUEERFORMAT. Hier geht’s zum Material.

Auswertung des Schüler_innen-Feedbacks 2018/2019

Das Aufklärungsprojekt München evaluiert die Wirkung der Schulbesuche. Im Anschluss an die Veranstaltung geben die Schüler_innen ein anonymes Feedback zum Schulbesuch und zum Thema LSBT* ab. Die Auswertung der Schulbesuche im Schuljahr 2018/2019 basiert auf mehr als 1.000 ausgefüllten Fragebögen.

Ca. 9 von 10 Schüler_inen geben an, dass Ihnen der Schulbesuch gefallen hat. Besonders wichtig ist in unserer Arbeit die Gruppe, die Vorbehalte gegenüber LSBT*-Personen hat. Dies sind laut Eigenangabe 17% der Schüler_innen (etwa einer von sechs Schüler_innen). Bei ca. jedem Dritten aus dieser Gruppe bewirkt der Schulbesuch ein Abbau ihrer Vorurteile.

Die Ergebnisse belegen die Wirksamkeit unserer ehrenamtlichen Arbeit und die Wichtigkeit von Antidiskriminierungsarbeit im Bereich LSBT*.